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Wildpferde im Münsterland fangen

Merfeld - Wildpferdefang

Im Naturschutzgebiet Merfelder Bruch, ca. 12 Kilometer von der Stadt Dülmen entfernt, lebt eine Herde Wildpferde auf mehreren Tausend Hektar Land. Die Herde umfasst 360 Tiere und ist die letzte noch verbliebene Wildpferdherde Europas. Um diese verbliebenen Tiere zu retten, hat Mitte des 19. Jahrhunderts die Herzogsfamilie van Croy ein 360 Hektar großes Schutzgebiet geschaffen, wo die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum überleben können. Sie haben sich im Laufe ihrer Geschichte den Wetterverhältnissen und dem Nahrungsangebot ihres Lebensraumes angepasst. Die Merfelder Bruch Wildpferde gelten als robuste und anspruchsarme Tiere. Sie leben mit ihren Familien unter freiem Himmel und sind sich in Gänze selbst überlassen. Sie haben eine eigene Rangordnung innerhalb der Herde. Zugefüttert werden die Pferde ausschließlich im Winter, wenn das Schutzgebiet nicht genug Nahrung liefert. Auch in die Population der Wildpferde wurde durch den Menschen nicht eingegriffen. Sie haben auf verschiedenste Art die Möglichkeit, die Pferde zu beobachten. Entweder Sie machen eine ausgedehnte Radtour durch den Merfelder Bruch oder einen schönen Spaziergang, wobei Sie das Treiben der Tiere beobachten können. Ein besonderes Highlight des Wildpferdeschutzgebietes liegt darin, dass Sie einmal im Jahr zusehen können, wie Wildpferde gefangen werden.

Ein Spektakel der besonderen Art – Wildpferdefang im Münsterland

Die Herzogsfamilie Croy, die Großgrundbesitzer des Wildpferdeschutzgebietes, haben ihr Leben den Wildpferden gewidmet. Einmal im Jahr veranstaltet die Familie, am letzten Samstag im Mai, das einzigartige Spektakel. Seit 1907 gibt es diese Tradition im Merfelder Bruch. An diesem Tag wird die gesamte Wildpferdherde in eine Arena zusammengetrieben, damit die Junghengste aus der Herde eingefangen werden können. Nachdem alle einjährigen Hengste gefangen wurden, wird die restliche Herde wieder in die Freiheit entlassen. Die Junghengste werden im Anschluss auf einer Auktion meistbietend versteigert. Die Junghengste sind sehr beliebt als Reit- oder Kutschpferde. Wenn Sie planen, sich den Wildpferdefang anzusehen, sollten Sie der Empfehlung folgen und bis zum späten Vormittag anreisen, da die Veranstaltung immer gut besucht ist. Einlass auf der Wildpferdebahn ist um 08:30 Uhr. Die Tribünen zur Arena öffnen um ca. 12:45 Uhr. Dann wird bis zum Einlauf der Wildpferde um 15:00 Uhr ein unterhaltsames Vorprogramm erfolgen. Während die Hengste gefangen werden, findet eine Verlosung von fünf Junghengsten statt. Gegebenenfalls gehören Sie zu den Gewinnern eines Tieres, wenn Sie Lose zum Preis von 1,00 Euro pro Stück erworben haben. Im Anschluss an die Verlosung werden die übrigen Tiere durch eine Versteigerung zum Verkauf angeboten. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 18:30 Uhr. Besuchen Sie den Merfelder Bruch an diesem einzigartigen Tag und Sie können Zeuge dieser Veranstaltung sein.

Warum werden die einjährigen Hengste aus der Herde heraus gefangen?

Das Fangen der Hengste hat einen bestimmten Grund. Hintergrund der Aktion ist, dass die jungen Hengste geschlechtsreif werden und versuchen, ihre eigene Herde zu gründen. Der Hengst mit seiner neuen Herde würde wiederum neues Land für seine gegründete Herde benötigen. Dieses Land gibt das Schutzgebiet aber nur begrenzt her, sodass nicht jedem Hengst seine eigene Herde zugestanden werden kann. Würden die Jungtiere nicht aus der Herde herausgefangen, so käme es zu Rivalitätskämpfen, die oft bis in den Tod zwischen den Hengsten ausgefochten werden. Dies versucht die Familie Croy durch die Aktion zu verhindern. Da sich Wildpferde genauso vermehren wie andere Wildtiere, würde die Population weiterhin ungehindert wachsen. Wildpferde haben in ihrem Lebensraum im Merfelder Bruch aber keine natürlichen Feinde, sodass keine natürliche Auslese stattfindet und ein Eingreifen des Menschen notwendig ist. Das Zusammentreiben der Herde in einer Arena ist die schonendste Art für das Tier gefangen zu werden, da keine Fußschlinge oder ein Lasso zum Einsatz kommen muss. Der gefangene Junghengst büßt zwar seine Freiheit ein, behält aber so sein Leben und gewöhnt sich durch die artgerechte Haltung schnell an seine neue Umgebung. Oberstes Ziel zum Schutz der Wildpferde ist deren Artenerhaltung. Damit sind Tätigkeiten wie das Einfangen der Junghengste zwingend von Nöten, um auf lange Sicht gesehen die Existenz der Tiere zu sichern und die Art zu erhalten.

 

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Bildquelle:
Dietmar Rabich, rabich.de | Wikimedia Commons

 

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