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Aus alt mach neu: der Upcycle-Waschtisch

aus alt mach neu
 Alte Dinge machen Spaß! Sie erzählen eine Geschichte und erinnern an längst vergangene Zeiten. Doch manchmal passt die urige Kommode von Großmutter einfach nicht in die Wohnung. Weder im Wohn- noch im Esszimmer und schon gar nicht in der Diele findet sich Platz für das antike Schmuckstück. Wie wäre es alternativ mit einem DIY-Projekt fürs Badezimmer? Die Kommode können Hobbyhandwerker und solche, die es werden möchten, mit nur wenig Aufwand zu einem Waschtisch-Unterbau umfunktionieren.

Foto: © colourbox


Die passende Kommode finden

Entweder befindet sich das ersehnte Möbelstück fast vergessen auf dem Dachboden – oder ein netter Verkäufer bietet es gerade hier oder auf einem Flohmarkt an. Wichtig für den Upcycle-Waschtisch sind diese Bedingungen:

  • Am besten eignen sich Möbel aus Massivholz für den Einsatz im Badezimmer. Handelt es sich um Furnier, besteht eine größere Gefahr, dass Wasser in das Holz eindringt und die einzelnen Schichten abblättern.
  • Kommode, Sideboard, Sekretär? Alles erlaubt, solange das Möbelstück vom Fußboden aus zwischen 80 und 90 Zentimeter hoch ist. Denn mit dem aufgesetzten Waschbecken sollten sich alle Personen eines Haushaltes bequem waschen können.
  • Für alle relevant: Vorab sollte das gesamte Möbel zum Schutze vor Wasser mit farblosen Hartwachsöl behandelt werden.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt? Dann kann es mit dem DIY-Projekt losgehen!

Schritt 1: Für den richtigen Waschspaß benötigen alle Upcycler ein Waschbecken. Empfehlenswert sind Aufsatzwaschbecken, die direkt auf einen Unterbau – in diesem Falle die antike Kommode – gesetzt werden. Wer mag, stöbert auf dem Flohmarkt nach einem geeigneten Modell oder bestellt den Aufsatzwaschtisch einfach online.

Schritt 2: Wie soll das Waschbecken auf der Kommode Platz nehmen? Einmal zur Probe aufsetzen und die Maße bestimmen. Mit einem feinen Stift kann der Ausschnitt für den Waschtischablauf auf der Kommode aufgezeichnet werden. Handelt es sich um ein Waschbecken mit Hahnloch für die Armatur, sägen Upcycler neben dem Loch für den Ablauf eine weitere Öffnung für die Trinkwasserschläuche – diese ist nachher nicht mehr zu sehen. Befindet sich auf dem Waschtisch selbst kein Hahnloch, kann der Wasserhahn direkt auf der Kommode angebracht werden. Dann ist je nach gewünschter Positionierung neben der Öffnung des Ablaufes eine kreisrunde Öffnung für die Armatur zu sägen. Meistens beträgt der Durchmesser des Ablaufes 45 und der Durchmesser des Wasserhahns 35 Millimeter, mit einer Lochsäge gelingen die Ausschnitte mühelos.
Hat die Kommode eine Rückwand und Einlegeböden, die den Weg zu den Wandanschlüssen versperren? Dann müssen auch hier die entsprechenden Öffnungen gesägt werden.

Schritt 3: Zum Schutz vor eindringender Feuchtigkeit rät es sich, die Schnittkanten mit einem Sanitärsilikon abzudichten.

Schritt 4: Um das Aufsatzwaschbecken dauerhaft auf den Unterbau zu fixieren, kann das Sanitärsillikon als Klebemittel fungieren. Großzügig die Unterseite des Waschtisches mit der Masse bestreichen und dann passgenau über die Bohrlöcher fixieren.
Schritt 5: Abschließend sind die übrigen Installationsarbeitern zu erledigen: Wasserhahn am Waschplatz montieren und die Trinkwasserschläuche mit den Eckventilen in der Wand verbinden; Siphon an den Ablauf des Waschbeckens anschließen und mit dem Anschlussrohr an der Wand koppeln.

Fertig ist das DIY-Projekt und der Waschplatz strahlt im Glanze fast vergessener Erinnerungen. Kleiner Tipp: Mit der richtigen Dekoration wird es noch romantischer: Frische Blumen zaubern eine fröhliche Stimmung und die handgemachte Seife bringt nicht nur die Gäste ins Staunen, sie duftet auch zart nach Rosenblüten und Vanilleextrakten.